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Diesel Grün-Schwarz will Gespräche heute fortsetzen

Fahrverbote: Entscheidungrückt näher

Stuttgart.Die grün-schwarze Landesregierung hat ihre Gespräche über Luftreinhaltemaßnahmen und Diesel-Fahrverbote gestern überraschend vertagt. Ein Regierungssprecher sagte am Abend in Stuttgart, die Gespräche würden aus Zeitgründen unterbrochen. Man sei kurz vor dem Durchbruch, könne aber leider noch keine Einigung verkünden. Die Gespräche sollen heute Mittag am Rande der Landtagssitzung in Stuttgart weitergehen. Als sicher gilt, dass Fahrverbote für ältere Diesel der Euronormen 4 und schlechter Anfang 2019 kommen. Die Frage ist, was mit Diesel-Autos der Euronorm 5 passiert. Zuletzt hieß es, man wolle Fahrverbote für sie von der Wirkung eines Luftreinhaltepakets in Stuttgart abhängig machen.

Nach Zahlen, die das Kraftfahrt-Bundesamt an das Land übermittelte, sind in Stuttgart, Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und im Rems-Murr-Kreis insgesamt 534 573 Diesel-Autos zugelassen. 34 Prozent sind mit Euronorm 5 unterwegs, das entspricht 183 358 Autos. Hinzu kommen noch 188 163 Diesel-Wagen, die mit den Euronormen 1 bis 4 registriert sind. Das entspricht einem Anteil von 35 Prozent aller Diesel-Autos. In Stuttgart sind 106 608 Diesel-Autos registriert, davon fahren 31 515 mit Euronorm 5 und 30 116 Autos mit den Abgasnormen 1 bis 4. Es gibt schon heute ältere Diesel-Autos, die nicht in die Innenstadt fahren dürfen, weil sie keine grüne Umwelt-Plakette für die Umweltzone haben.