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Razzia Polizei durchsucht 17 Wohnungen im Südwesten

Falschgeld entdeckt

Stuttgart.Im Rahmen einer internationalen Razzia ist die Polizei auch in Baden-Württemberg gegen mutmaßliche Geldfälscher vorgegangen. 17 Wohnungen von 16 Beschuldigten wurden in dieser Woche im Südwesten durchsucht, wie das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaften Mannheim und Stuttgart gestern mitteilten. Es wurden Falschgeldnoten, elektronische Speichermedien sowie geringe Mengen an Drogen gefunden. Die Daten würden jetzt ausgewertet.

In Deutschland koordinierte die Razzia das Landeskriminalamt Bayern. Die in Baden-Württemberg durchsuchten Wohnungen waren über das ganze Land verteilt. Die Beschuldigten im Alter von 16 bis 58 Jahren stehen unter anderem im Verdacht, über einen Anbieter im sogenannten Darknet Falschgeld erworben zu haben. Bei den Tatverdächtigen aus Mannheim handelt es sich um zwei Männer, die 19 und 20 Jahre alt sind. Bei ihnen wurden jeweils kleinere Mengen Rauschgift sowie elektronische Speichermedien beschlagnahmt. Die Einsatzkräfte konnten jedoch kein Falschgeld sicherstellen.

Ausgangspunkt für die Ermittlungen war eine Falschgelddruckerei in Leoben (Österreich). Ein 32-Jähriger produzierte dort 10-, 20- und 50-Euro-Falschnoten und verkaufte diese im sogenannten Darknet, einem verborgenen Teil des Internets. So sollen die Blüten europaweit in Umlauf gebracht worden sein. Der Mann muss sich in Österreich vor Gericht verantworten. Zahlreiche Verdächtige sollen die Falschnoten gekauft haben. lsw