Länder

Landwirtschaft Tiertransporte in EU-Drittstaaten tabu

Freiwillige Vereinbarung

Stuttgart/Mainz.Von Baden-Württemberg aus werden derzeit keine Schlachttiere in Staaten außerhalb der Europäischen Union transportiert. Hier greife bereits seit dem vergangenen Jahr eine freiwillige Vereinbarung mit den Verbänden, die an solchen Transporten beteiligt seien, sagte eine Sprecherin von Agarminister Peter Hauk (CDU) gestern in Stuttgart. Danach geben die Veterinäre auch keine Freigabe für Transporte, wenn die europäischen Vorgaben zum Tierschutz nicht eingehalten werden.

Das bayerische Umweltministerium hatte am Mittwoch eine Liste mit derzeit 17 Staaten außerhalb der EU veröffentlicht. Tiertransporte dorthin seien tabu – außer es werde lückenlos nachgewiesen, dass deutsche Tierschutzstandards eingehalten werden. Die Grünen-Fraktion im Landtag in Stuttgart hat die grün-schwarze Landesregierung aufgefordert, die Tiertransporte in 17 Staaten nach bayerischem Vorbild einzuschränken.

In Rheinland-Pfalz sind Transporte von lebenden Tieren in Staaten außerhalb der Europäischen Union weiterhin erlaubt. Wie das Umweltministerium gestern auf Anfrage mitteilte, wurden im Januar dieses Jahres 230 Rinder für die Zucht exportiert. lsw/lrs