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Ditib

Frist für den Landesverband

Archivartikel

Wiesbaden.Hessen bereitet sich auf ein mögliches Ende der Zusammenarbeit mit dem türkischen Moscheeverband Ditib beim islamischen Religionsunterricht vor. Ein Sprecher des Kultusministeriums sagte, es werde ein „adäquates alternatives Unterrichtsangebot“ erarbeitet. Über die weitere Zusammenarbeit mit Ditib sei allerdings noch nicht entschieden. Wie geplant laufe noch bis Jahresende eine Frist für den Ditib-Landesverband. Bis dahin muss die Organisation nachweisen, dass sie unabhängig von der türkischen Regierung arbeitet und weiter als verlässlicher Partner geeignet ist. Nach Worten des Ministeriumssprechers in Wiesbaden ist es schwierig, einen anderen geeigneten Partner für bekenntnisorientierten Religionsunterricht zu finden. Möglicherweise werde der Unterricht in neuen Strukturen fortgeführt.

Die Ditib ist die größte Islam-Dachorganisation in Deutschland. Sie untersteht der Religionsbehörde Diyanet in Ankara. Wegen ihrer großen Nähe zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist der Bundesverband mit Sitz in Köln in Kritik geraten. Der Bund fördert keine Projekte in Ditib-Trägerschaft mehr. lhe