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Blumen Zweckverband entscheidet über Vorverlegung

Gartenschau vielleicht schon früher

St. Goarshausen.Die Entscheidung für ein Vorziehen der Bundesgartenschau (Buga) im Oberen Mittelrheintal von 2031 auf 2029 soll am 15. Oktober fallen. Dann stimmt der Zweckverband des Welterbe-Gebiets nach eigenen Angaben in einer Versammlung darüber ab. Der Verband ist ein Zusammenschluss der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen sowie der betroffenen Landkreise, Städte und Gemeinden.

Rainer Zeimentz, Vorstand der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, sagte, er rechne mit einer großen Mehrheit für das frühere Datum: „Dort, wo die Frage in die Räte ging, haben alle für 2029 gestimmt.“ Allerdings fielen ihm einige wenige Ausnahmen ein, beispielsweise Lahnstein: Hier hatte sich der Stadtrat aus organisatorischen Gründen mehrheitlich gegen die Vorverlegung ausgesprochen. Der Vorsitzende des Zweckverbands, Rhein-Lahn-Landrat Frank Puchtler (SPD), formulierte wiederum in dieser Woche: „Was wir 2031 schaffen, schaffen wir auch 2029.“

München abgesprungen

Der Innenminister von Rheinland-Pfalz und Vater der Buga-Idee im Mittelrheintal, Roger Lewentz (SPD), sagte ebenfalls, er habe seinem Kabinett vorgeschlagen, dem Jahr 2029 zuzustimmen, wenn auch die Kommunen grünes Licht gäben. Von Hessen habe er ähnliche Signale bekommen. Die Ortsgemeinde Dachsenhausen im Rhein-Lahn-Kreis habe sich sogar erst gegen eine Buga 2031, aber dann für eine Blumenschau zwei Jahre zuvor ausgesprochen.

Weil München für die Buga 2029 abgesprungen war, hatte die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft dieses Datum dem Oberen Mittelrheintal angeboten. Ursprünglich wollte dessen Zweckverband schon am 30. August darüber befinden – doch es gab Terminschwierigkeiten. lhe