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Salafisten Fatih I. vermutlich Geldgeber von Terrorgruppen

Gefährder abgeschoben

Wiesbaden.Hessen hat einen als Gefährder eingestuften Islamisten in die Türkei abgeschoben. Wie das Innenministerium gestern in Wiesbaden mitteilte, wurde der 31-jährige Faith I. von Sicherheitsbegleitern der Bundespolizei am Flughafen Istanbul übergeben. „Dieser Gefährder war tief in der radikalen Salafistenszene verankert“, begründete Innenminister Peter Beuth (CDU) die Maßnahme. „Außerdem hat er als Geldgeber und Logistiker in Syrien Terroristen unterstützt.“

Damit wurden in den letzten fünf Monaten drei Islamisten nach dem sogenannten „Gefährder-Paragraphen“ des Aufenthaltsgesetzes aus Hessen abgeschoben. Neben Othman D., der offen mit dem sogenannten Islamischen Staat (IS) sympathisiert haben soll, war nach langem Tauziehen auch der als Gefährder eingestufte Haikel S. nach Tunesien abgeschoben worden.

Faith I. war direkt aus der Justizvollzugsanstalt an die Bundespolizei übergeben worden. Seit März 2014 habe sich der Türke durchgehend in Haft befunden. Bis Ende 2017 habe er eine Strafhaft wegen der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland in zwei Fällen verbüßt. Er soll einen Großteil seines in Deutschland erworbenen Privatkredits in Höhe von 25 000 Euro der terroristischen Vereinigung Junud Al-Sham zur Verfügung gestellt haben. Zudem habe es Hinweise auf Unterstützungshandlungen zugunsten des IS gegeben. lhe