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Batterieforschungsfabrik Kretschmann will Förderung

Gegen neues Verfahren

Archivartikel

Stuttgart.Trotz der deutlichen Kritik des Bundesrechnungshofs an der Vergabe des Standorts der neuen Batterieforschungsfabrik nach Münster ist Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gegen ein neues Verfahren. Zwar zeige der Bericht des Bundesrechnungshofs, dass das Vergabeverfahren fehlerhaft gewesen und gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen worden sei. Dennoch solle es nicht neu aufgerollt werden, sagte der Regierungschef am Donnerstag. „Das würde den Prozess erheblich verzögern und dem Standort Deutschland in Sachen Batteriezellenforschung schaden.“ Dagegen fordert Bayern einen Neustart des Verfahrens.

Das Bundesforschungsministerium hatte im Sommer 2019 entschieden, dass eine mit rund 500 Millionen Euro geförderte Batterieforschungsfabrik bis 2022 in Münster entstehen soll. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) kommt aus dem nahe gelegenen Ibbenbüren und war für die Standortvergabe kritisiert worden. Auch Baden-Württemberg und Bayern hatten sich beworben. Vor allem in Baden-Württemberg gab es Unverständnis, dass der Zuschlag nicht zum Beispiel an Ulm ging. Dort wird seit Jahren an der Entwicklung leistungsstarker Batterien geforscht.

Das Bundesministerium müsse nun den Standort Ulm/Karlsruhe bei der Umsetzung des Konzepts stärker als bislang vorgesehen fördern, forderte Kretschmann. 

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