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Limburg Bistums-Mitarbeiter muss 12 000 Euro zahlen

Geldstrafe wegen Kinderpornos

Archivartikel

Limburg.Ein Mitarbeiter des Bistums Limburg muss wegen des Besitzes von Kinderpornos 12 000 Euro zahlen. Ein entsprechender Strafbefehl des Amtsgerichts sei rechtskräftig geworden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt gestern mit. Der Beschuldigte habe keinen Einspruch eingelegt und damit die Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 80 Euro akzeptiert. Das kirchenrechtliche Verfahren gegen den Mann läuft aber noch weiter, wie das Bistum mitteilte.

Die Ermittler werfen dem 56-Jährigen vor, sich 88 Kinderporno-Bilddateien verschafft zu haben und 69 Dateien mit jugendpornografischen Aufnahmen. Diese wurden demnach unter anderem auf dem Dienstrechner des Mannes gefunden. Zudem soll er in vier Fällen auf einschlägige Internetseiten zugegriffen haben, um sich mit Dateien zu versorgen. Im Vergleich zu anderen Fällen liege die Zahl der gefundenen Aufnahmen eher im unteren Bereich, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

Ermittlungen seit 2017

Der Verdacht gegen den Mitarbeiter war im Februar 2017 bekannt geworden. Ermittler stellten damals im Büro und in der Wohnung des Mannes Material sicher. Das Bistum Limburg habe in dem Fall unverzüglich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, jederzeit mit den staatlichen Stellen zusammengearbeitet und die Ermittlungen unterstützt, teilte die Diözese gestern mit. Bis zum Abschluss des kirchenrechtlichen Verfahrens bleibe der Mitarbeiter vom Dienst freigestellt. „Das Bistum hat bei den staatlichen Stellen Akteneinsicht beantragt, um die im staatlichen Verfahren aufgekommenen Erkenntnisse im kirchenrechtlichen Verfahren zu berücksichtigen“, so die Diözese weiter.

Welche Folgen auf den Mitarbeiter warten, ist noch offen. Das Kirchenrecht sieht laut einem Bistumssprecher verschiedene Sanktionsmöglichkeiten vor: finanzielle Konsequenzen, Einschränkungen bei der Dienstausübung oder die Entlassung aus dem Klerikerstand. dpa