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Lübcke-Prozess E.’s Anwalt spricht von Falschaussage

Geständnis erfunden?

Archivartikel

Frankfurt/Main.Der Anwalt des Hauptangeklagten im Prozess um den Mordfall Lübcke, Mustafa Kaplan, hat seinen früheren Mitverteidiger Frank Hannig vor Gericht belastet. Hannig habe ihm gegenüber erklärt, sich Teile des zweiten Geständnisses von Ernst ausgedacht zu haben, sagte Kaplan als Zeuge am Montag vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt: „Ich war verwundert, dass er das eingeräumt hat, dass er eine Lüge produziert hat.“ Demnach hatte Hannig E. aussagen lassen, dass der Mitangeklagte Markus H. den tödlichen Schuss auf Kassels Regierungspräsidenten Walter Lübcke abgab. So habe Hannig H. zu einer Aussage bewegen wollen. E. hatte bereits nach seinem dritten Geständnis erklärt, dass ihn Hannig zu den falschen Angaben bewegt habe. Lübcke war im Juni 2019 vor seinem Haus im Landkreis Kassel erschossen worden. Stephan E. ist wegen Mordes angeklagt. 

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