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Proteste Polizei muss erneut wegen A49-Gegnern ausrücken

Gestapelte Baumstämme

Stadtallendorf/Homberg.Auf der gerodeten Trasse der Autobahn 49 in Mittelhessen ist es erneut zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Gegner des Ausbaus der Autobahn hätten in den vergangenen Tagen im südlichen Herrenwald bei Stadtallendorf wieder „kleinere Strukturen und Gebilde“ errichtet, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Zudem sei ein Seil quer über die Trasse gespannt sowie aufgestapelte Baumstämme besetzt worden.

Die Polizei war im Einsatz, um die Bauten zu entfernen. Einem Sprecher zufolge war eine „niedrige dreistellige“ Zahl von Beamten vor Ort. Die Zahl der Umweltaktivisten lag demnach im unteren zweistelligen Bereich. Bereits am 4. Januar musste die Polizei ausrücken. Im Herrenwald bei Stadtallendorf waren ein Brandsatz und zwei in den Boden eingelassene Nagelbretter sichergestellt worden. Aktivisten hatten ein Zelt auf der gerodeten Schneise errichtet, die durch das Waldstück im Landkreis Marburg-Biedenkopf führt. Das Zelt wurde entfernt,

Im Herrenwald, im nahe gelegenen Dannenröder Forst sowie im Maulbacher Wald waren Bäume für den Weiterbau der A49 gerodet worden. Die Autobahn soll nach der Fertigstellung Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. Gegen die Baumfällungen protestierten Umwelt- und Klimaschützer. lhe