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Medizin Baden-Württemberg liegt im deutschlandweiten Vergleich jedoch auf hinterem Platz

Gesundheitsausgaben steigen weiter

Stuttgart.Die Gesundheit der Baden-Württemberger wird teurer. Medikamente, Arztbesuche, und sonstige Gesundheitsleistungen hätten die Träger 2016 insgesamt rund 45,8 Milliarden Euro gekostet, hieß es gestern vom Statistischen Landesamt. Das waren 4199 Euro pro Einwohner und vier Prozent mehr als 2015. Im bundesweiten Vergleich bleiben die Gebrechen der Menschen im Südwesten damit eher kostengünstig. In Brandenburg gaben die Träger durchschnittlich 4601 Euro pro Einwohner für Gesundheit aus, im Saarland 4567 Euro. Die geringsten Ausgaben gab es mit 3861 Euro in Bremen, gefolgt von Hamburg mit 4139 Euro pro Person.

Höhere Kosten auch in Hessen

Hessen liegt mit 4330 Euro pro Einwohner im Mittelfeld. Auf 26,8 Milliarden Euro summieren sich die Ausgaben insgesamt – mehr als vier Prozent über dem Vorjahr, so das Statistische Landesamt in Wiesbaden. Auch in Rheinland-Pfalz sind die Kosten gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden knapp 18 Milliarden Euro ausgegeben – 3,9 Prozent mehr als 2015. Auf jeden Einwohner entfielen somit Gesundheitsausgaben in Höhe von 4423 Euro.

Gut die Hälfte der Kosten in Baden-Württemberg trugen die gesetzlichen Kassen, etwa zehn Prozent die privaten. 15,3 Prozent zahlten die Patienten selbst. Für die restlichen Ausgaben kamen Pflegeversicherungen (7,7 Prozent), Arbeitgeber (4,3), öffentliche Haushalte (vier), Unfallversicherungen (1,6) und Rentenversicherungen (1,4) auf. lsw/her