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Bildung Seit einer Woche gehen Kinder wieder zur Grundschule / In einer Woche beginnen die Sommerferien

Gewerkschaft: „Pädagogisch sinnlos“

Wiesbaden/Frankfurt.Seit einer Woche wird der überwiegende Teil der 216 000 hessischen Grundschüler wieder in ihren Klassen unterrichtet. Die Zwischenbilanz fällt unterschiedlich aus. Schulleiter berichten von einem weitgehend reibungslosen Alltag, der sich anfühlt wie Frühling. Die Gewerkschaft hält die Öffnungen für pädagogisch sinnlos. Das Kultusministerium ist sicher: Es ist der richtige Weg. Auch in der nächsten Woche gehen die Grundschüler noch zur Schule – dann beginnen die Ferien.

„Es ist wieder Leben spürbar, die richtige Schule wie vor Corona“, freut sich Matthias Doebel vom Interessenverband hessischer Schulleitungen. Bei den Kindern spüre man, „welches riesige Nachholbedürfnis“ sie bei Sozialkontakten hatten. Abstandsregeln etwa auf den Gängen vor den Toiletten funktionierten „entgegen vieler Sorgen auch bei den Erstklässlern und auch in voller Klassenstärke tadellos“. Die Doppelbelastung von Regelunterricht und Homeschooling belaste Lehrer sehr.

Zunächst keine Neuinfektionen

Mit Verspätung war eine Schule in Kassel in die Woche gestartet. Nach einem positiven Test bei einem Kind kurz vor der Schulöffnung blieb sie bis Donnerstag geschlossen. Nach Angaben des hessischen Kultusministeriums gab es in der ersten Woche keine neuen Infektionsfälle an den 1159 hessischen Grundschulen. Kein Grund für Entwarnung, findet die Landesvorsitzende der Gewerkschaft GEW, Birgit Koch. Dass sich in der ersten Woche niemand infiziert habe, „das kann man nicht seriös sagen, das zeigt sich erst später.“ Für die GEW Hessen macht die Schulöffnung für nur zwei Wochen „pädagogisch keinen Sinn“. Rund zehn Prozent der Lehrer stehen als Risikogruppe nicht für den Präsenzunterricht zur Verfügung. lhe