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Chemieunfall Leck erst nach drei Stunden geschlossen

Großeinsatz in Frankfurt wegen Schwefel-Wolke

Frankfurt.Eine schwefelsäurehaltige Rauchwolke ist gestern aus einem Chemiewerk im Frankfurter Stadtteil Fechenheim ausgetreten. Die Menschen wurden aufgefordert, Räume aufzusuchen sowie Türen und Fenster geschlossen zu halten. Das Unternehmen Allessa GmbH hatte zuvor über einen Sirenenton die Anwohner gewarnt. Der durch eine Leckage ausgetretene Stoff Oleum reize die Atemwege, hieß es. Nach drei Stunden gelang es den Einsatzkräften schließlich, das Leck abzudichten. Anschließend gaben die Sirenen Entwarnung.

Zuvor war es nicht gelungen, den Austritt des Stoffs vollständig zu stoppen. Das berichtete das Unternehmen am frühen gestrigen Nachmittag. Vor Ort waren die Werkfeuerwehr und die Frankfurter Berufsfeuerwehr im Einsatz. Die Rauchwolke zog nach Angaben des Chemieunternehmens zunächst wegen des vorherrschenden Nordwestwinds weiter in Richtung Fechenheim-Nord und Frankfurt-Riederwald.

Niemand verletzt

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Messtrupps konnten anschließend außerhalb des Werkgeländes keine gesundheitsgefährdenden Werte nachweisen, sagte ein Sprecher der Frankfurter Feuerwehr gestern. Diese hatte zuvor auf dem Gelände versucht, mit Wasser die Wolke niederzuschlagen.

Das Chemie-Unternehmen Allessa hat im Frankfurter Stadtteil Fechenheim rund 600 Beschäftigte. Es stellt Zwischenprodukte und Spezialchemikalien für industrielle Kunden her. lhe