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Start-ups Hessen profitiert weniger von Investoren

Gründer fallen zurück

Frankfurt.Der Finanzierungsboom bei deutschen Start-ups ist weitgehend an Hessens Gründern vorbeigegangen. Die Jungunternehmer im Land warben 2019 rund 73 Millionen Euro von Investoren ein, 44 Prozent weniger als im Jahr zuvor (132 Millionen). Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Beratungsfirma EY. Selbst vom Geldsegen für Start-ups, die Dienste für Banken und Versicherungen anbieten, profitierten Gründer in Hessen kaum.

Bundesweit erhielten Start-ups 2019 die Rekordsumme von 6,2 Milliarden Euro von Investoren wie Fonds und Unternehmen. Das waren 36 Prozent mehr als im Vorjahr (4,6 Milliarden). Für Start-ups sind die Geldspritzen enorm wichtig: Die Firmen brauchen Investoren für ihre Expansion, da sie anfangs meist keinen Gewinn schreiben.

Im Finanzbereich erhielten Start-ups bundesweit gut 1,3 Milliarden Euro von Investoren für Dienste wie Bezahl- oder Investmentlösungen. Das war fast doppelt so viel wie im Vorjahr (676 Millionen). Von der Summe entfiel aber nur 22 Millionen auf Hessen – obwohl das Land mit Frankfurt der größten Finanzplatz Deutschlands beheimatet und die Landesregierung sich für Start-ups einsetzt. Der Löwenanteil der Gelder mit mehr als einer Milliarde Euro ging an Gründer aus der Start-up-Hochburg Berlin, gefolgt von Hamburg und Bayern. lhe