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SPD Schäfer-Gümbel stellt weiteres Schattenkabinettsmitglied vor

Günter Rudolph soll Verkehrsminister werden

Wiesbaden.Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel hat den Nordhessen Günter Rudolph als Minister für Verkehr und ländlichen Raum in sein Schattenkabinett berufen. Der 62-Jährige ist seit 1995 Landtagsabgeordneter und seit 2009 Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion. Er war bereits in Schäfer-Gümbels Schattenkabinett von 2013 für den Bereich Verkehr vorgestellt worden. In seinem Heimatkreis Schwalm-Eder ist Rudolph auch kommunalpolitisch tätig.

Sanierung statt Neubau

Sowohl Schäfer-Gümbel als auch sein Ministerkandidat treten für massive Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, zugleich aber auch mehr Straßenbau ein. Der SPD-Spitzenkandidat nannte die Lösung des grünen Wirtschafts- und Verkehrsministers Tarek Al-Wazir für einen Vorrang von Sanierung vor Neubau im Straßenverkehr richtig. In Wahrheit sei daraus aber Sanierung statt Neubau geworden, und das sei angesichts langer Staus nicht zu verantworten. Rudolph will sich auch für die Arbeitsplätze am Frankfurter Flughafen einsetzen, hält aber die Ansiedlung von Billigfliegern wie Ryanair für falsch. Ganz wichtig nannte er es, mehr für gleiche Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu tun. Während man in Frankfurt über den Verkehr der U3 nach 01.30 Uhr nachts diskutiere, wäre man in Weißenborn im Werra-Meißner-Kreis schon froh über zwei Busverbindungen am Tag.

Damit hat Schäfer-Gümbel bislang zwei Wiesbadener Parlamentarier und zwei auswärtige Kandidaten in seine Wahlkampfmannschaft berufen. Als Innenministerin hatte er Fraktionsvizechefin und SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser benannt. Für Wohnungsbau, Stadt- und Landesentwicklung berief er den Gewerkschafter Hans Zimmermann. Für Wissenschaft und Kunst die Vizepräsidentin der Universität Frankfurt, Tanja Brühl. kn (Bild: dpa)