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Arbeitsmarkt Rückgang von Neueinstellungen

Gute Zahlen, gedämpfte Erwartungen

Archivartikel

Frankfurt/Stuttgart/Mainz.Der hessische Arbeitsmarkt verliert trotz sinkender Arbeitslosenzahlen an Schwung. Im Juni waren 147 280 Menschen arbeitslos gemeldet, wie die Arbeitsagentur am Montag mitteilte – der niedrigste Juni-Wert seit 1992. Im Vergleich zum Vormonat Mai gab es einen Rückgang um 1650 Jobsuchende, im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl um 4675. Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 4,3 Prozent.

Die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt hat allerdings nachgelassen. So hätten im ersten Halbjahr 2019 weniger Arbeitslose ein Beschäftigungsverhältnis antreten können als im Vorjahreszeitraum. „Eine Einschätzung abzugeben, wohin die konjunkturelle Abschwächung in naher Zukunft führt, wird zunehmend schwerer“, sagte der Leiter der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin.

Die Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz verharrt bei 4,3 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Niveau im vergangenen Jahr. Wie die Arbeitsagentur mitteilte, nahm die Zahl der Erwerbslosen im Juni im Vergleich um 0,3 Prozent auf 96 200 Menschen zu.

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Arbeitslosen leicht gesunken, fällt aber höher aus als im Vorjahr. 190 159 Menschen waren ohne Arbeit – 1147 Personen weniger als im Mai, aber 2602 mehr als im Juni 2018. Damit sank die Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent auf drei Prozent. Gleichzeitig waren 1,4 Prozent mehr Personen ohne Job als im selben Monat des Vorjahres. lhe/lrs/lsw