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Kriminalität Millionenschwere Verluste an Bankautomaten

Häufige Sprengungen

Archivartikel

Wiesbaden.Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres haben Kriminelle versucht, in Hessen 19 Geldautomaten zu sprengen. Nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) waren sie dabei bis zum Stichtag am 7. Mai zwölf Mal erfolgreich. Im Jahr 2018 gab es 31 Sprengversuche, um an Bargeld zu gelangen. Dabei wurden 19 Geldautomaten tatsächlich gesprengt. Damit bleibt die Zahl solcher Verbrechen auch in der Gegenwart auf einem hohen Niveau, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt mitteilte. Entsprechende Taten der vergangenen Tage – in Fulda und Friedberg – waren noch nicht in der Statistik aufgeführt.

Die Verluste bewegten sich in Millionenhöhe, hieß es vom LKA. In den vergangenen Jahren gingen die Behörden davon aus, dass zumeist Banden am Werk waren, die häufig aus dem Ausland stammten. Dies habe sich relativiert, wie es von der Generalstaatsanwaltschaft heißt. „Wir gehen davon aus, dass es mittlerweile auch zunehmend Nachahmer aus dem Inland gibt“, sagte der Sprecher. Das notwendige Wissen für solche Sprengungen werde auch über das Internet verbreitet. Täter leiten oft Gas oder ein Gasgemisch in den Automaten ein, um es dann zur Explosion zu bringen. lhe