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Prozess Anschlag auf Ulmer Moschee im März 2018

Haft für Brandstifter

Ulm.Wegen des Anschlags auf eine türkische Moschee in Ulm in der Nacht zum 19. März 2018 sind drei Syrer kurdischer Herkunft zu Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Ulm sah die Tatbestände des versuchten Mordes und der versuchten Brandstiftung als erwiesen an und verhängte Haftstrafen von drei Jahren, drei Jahren und neun Monaten sowie fünf Jahren und sechs Monaten.

Zwei weitere der sechs Angeklagten wurden zu Bewährungsstrafen von sechs Monaten sowie einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Ein Beschuldigter kam mit einer Verwarnung wegen indirekter Hilfeleistung davon. Innerhalb einer Woche kann Revision gegen das Urteil eingelegt werden.

Heimtückisch und rücksichtslos

Zu dem Brandanschlag habe sich die Gruppe verabredet, um auf die Notlage von Kurden in Syrien aufmerksam zu machen, erklärte der Vorsitzende Richter Wolfgang Tresenreiter. In Wohnungen des Gebäudes mit den Moscheeräumen hielten sich in der Nacht acht Menschen auf. „Der mögliche Tod dieser Menschen war ihnen egal.“ Der Anschlag sei daher als heimtückisch und rücksichtslos einzustufen. lsw