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Justiz Mann soll Nachbarin fast zu Tode stranguliert haben

Haft und Einweisung

Archivartikel

Frankfurt.Seine Wohnungsnachbarin hat ein 26-Jähriger nach Ansicht des Landgerichts Frankfurt fast zu Tode stranguliert. Der Mann wurde gestern zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht ordnete darüber hinaus die sofortige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Verurteilt wurde der Angeklagte wegen gefährlicher Körperverletzung. Von dem ursprünglich angeklagten Mordversuch sei er „strafbefreiend zurückgetreten“. Er hatte von dem noch lebenden Opfer abgelassen und stattdessen seinen Vater verständigt, der die Rettungswache alarmierte.

Unter dem Vorwand, „eine Überraschung“ für die 61-Jährige zu haben, hatte er sie laut Gericht im Juli vergangenen Jahres in der Wohnung in Frankfurt-Niederursel besucht und sie gebeten, kurz die Augen zu schließen. Dies nutzte er aus, um das Opfer mit einem Kabel bis zur Bewusstlosigkeit zu strangulieren. Vor Gericht blieb ein plausibler Grund für die Attacke im Dunkeln. Der laut Gutachten von starken Selbstzweifeln befallene Angeklagte hatte nur pauschal angedeutet, er habe sich mit der Tat etwas Aufmerksamkeit verschaffen wollen. Im Übrigen gehöre er in ein Gefängnis und fühle sich dort seit der Tat auch recht wohl.

Im Strafmaß lag die Schwurgerichtskammer etwas unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft von sechs Jahren. Auch die Anklagevertreterin hatte die Unterbringung befürwortet. lhe