Länder

Kriminalität Gericht verurteilt 27-Jährigen

Haft wegen Messerangriff

Archivartikel

Frankfurt.Wegen zwei lebensgefährlichen Messerattacken ist ein 27 Jahre alter Mann am Mittwoch in Frankfurt zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht ging von versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung aus. Der Afghane hatte nach Gerichtsangaben zunächst im August 2018 in einer Asylbewerberunterkunft in Schwalbach (Main-Taunus-Kreis) einem Mitbewohner mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser in den Bauch gestochen. Zehn Monate später eskalierte ein Streit während einer Grillparty am Mainufer in Frankfurt-Höchst. Der 27-Jährige verletzte dabei einen Kontrahenten mit einem Messer schwer. Während die erste Attacke von der Schwurgerichtskammer als versuchtes Tötungsdelikt angesehen wurde, konnten die Richter beim zweiten Vorfall keinen Tötungsvorsatz nachweisen.

In dem Prozess hatte sich der Angeklagte unter anderem auf Notwehr berufen. Sein Verteidiger beantragte deshalb einen Freispruch. Das Gericht hielt sich im Strafmaß jedoch an die Vorgabe der Staatsanwaltschaft. Trotz der starken Alkoholisierung des Mannes und diverser Persönlichkeitsstörungen gingen die Richter nicht von einer verminderten Schuld- und Steuerungsfähigkeit aus. lhe