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SPD Politiker plant Rückkehr in den Bundestag

Held macht weiter

Archivartikel

Mainz.Der wegen Untreue und Betrugs angeklagte SPD-Politiker Marcus Held (Bild) will nach Angaben seines Büros demnächst wieder an Sitzungen des Bundestags teilnehmen. Der ehemalige Oppenheimer Bürgermeister befinde sich „zurzeit in der Wiedereingliederungsphase mit dem Ziel, zeitnah wieder vollumfänglich in den Parlamentsbetrieb einzusteigen“, teilte sein Bundestagsbüro am Mittwoch mit.

Der 41-jährige Politiker hatte sich Anfang 2018 krank gemeldet, nachdem immer mehr Vorwürfe wegen seiner Amtsführung in Oppenheim bekannt geworden waren. Am 28. Februar 2018 erklärte Held seinen Rücktritt als Oppenheimer Bürgermeister, betonte aber, dass dies kein Schuldeingeständnis sei.

Im Juli dieses Jahres erhob die Staatsanwaltschaft Mainz Anklage gegen Held, zwei Verantwortliche eines Maklerunternehmens und den Geschäftsführer eines Abrissunternehmens. Sein Bundestagsmandat hat Held noch inne. Der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen SPD, Daniel Stich, sagte nach Erhebung der Anklage, er habe starke Zweifel, ob Held sein Bundestagsmandat weiter ausüben könne. Vielmehr solle er über eine Niederlegung des Mandats nachdenken. „Für die SPD Rheinland-Pfalz ist klar: Marcus Held hat keine politische Zukunft bei uns.“ lrs