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Tourismus Einrichtungen wegen Corona bedroht

Herbergen müssen schließen

Archivartikel

Frankfurt.Drei Jugendherbergen in Hessen müssen zum Ende des Jahres schließen. Der Jugendherbergsverband begründete den Schritt am Montag in Frankfurt mit dem finanziellen Druck, der durch die Corona-Krise entstanden sei. Bei den Standorten handele es sich um die Jugendherbergen in Gießen und Weilburg in Mittelhessen sowie im südhessischen Zwingenberg.

Die Aufsichtsratsvorsitzende Marjana Schott sagte: „Das ist ein herber Verlust für unseren Landesverband, aber die Auswirkungen der Corona-Krise lassen uns leider keine anderen Möglichkeiten.“ Die drei Häuser seien in den vergangenen Jahren immer nur knapp rentabel gewesen, berichtete der Vorstandsvorsitzende Timo Neumann. Investitionen in die Zukunftssicherung seien schon länger nur zu Lasten der anderen 27 Jugendherbergen möglich gewesen.

Städte wollen helfen

Nach Angaben des Jugendherbergsverbands gibt es jedoch Signale aus den Städten Gießen und Weilburg für eine finanzielle Unterstützung, die Standorte mittelfristig wieder zu öffnen. Aus Sanierungsgründen sind nach Angaben eines Verbandssprechers derzeit bereits die Standorte Marburg und Rüdesheim geschlossen. Die Sanierungsprojekte seien aber momentan auf Eis gelegt. Wann diese beiden Jugendherbergen wieder öffnen, sei noch unklar. lhe