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Bildung 100 Stellen zu Beginn des Schuljahres unbesetzt

Hessens Plan für mehr neue Lehrer

Wiesbaden.Im Kampf gegen den Mangel an Grundschullehrern setzt Hessen nun auch auf Studenten, die einen Abschluss für ein anderes Lehramt in der Tasche haben. Ab 1. November steht das Referendariat an Grundschulen bis zu 50 Absolventen des 1. Staatsexamens für Gymnasien, Haupt- und Realschulen offen, wie Kultusminister Alexander Lorz (CDU) gestern in Wiesbaden sagte. Bisher war der Wechsel an eine der knapp 1100 hessischen Grundschulen erst nach dem Referendariat an einer weiterführenden Schule und zusätzlichen Fortbildungen möglich.

Das Grundschulreferendariat wolle man längerfristig öffnen, sagte Lorz. Zunächst müssten aber Erfahrungen gesammelt werden. Nötig seien dann auch Anpassungen in der Lehrerausbildung.

315 neue Ausbildungsplätze

Zum Schuljahresbeginn waren noch 100 Stellen für Grundschullehrer unbesetzt. Lorz zeigte sich zuversichtlich, diese Lücke in den kommenden Monaten zu füllen. An den Hochschulen gebe es ab Herbst 315 neue Ausbildungsplätze, teilte das Ministerium mit. Zum 1. Februar sind 400 neue Stellen für Sozialpädagogen an Grundschulen eingeplant.

Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im hessischen Landtag, Wolfgang Greilich, nannte die Maßnahmen "richtig", sie kämen aber zu spät. Er äußerte sich skeptisch, ob die Stellen wirklich besetzt werden können. Der Bildungsexperte der SPD-Fraktion Christoph Degen nannte die Pläne ein "Notfallpaket". Sie kämen zu spät und seien unzureichend. Gabi Faulhaber, bildungspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, lobte die Stellen für Sozialpädagogen. Sie forderte, Lehrer besser zu bezahlen. lhe