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Bildung Schulanfang in Hessen / Erstklässer heute eingeschult

Hitzefrei: Direktor entscheidet

Wiesbaden.Schluss mit Chillen im Schwimmbad, Eiscafé oder am Strand – Hessens Schüler drücken wieder die Schulbank. Für die Mehrzahl der 760 000 Schüler an den rund 1800 öffentlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen hat gestern wieder der Ernst des Lebens begonnen. Für die etwa 54 200 hessischen Erstklässler startet das Abenteuer Schule mit der Einschulungsfeier dagegen überwiegend erst heute.

54 100 Lehrer und pädagogische Fachkräfte kümmern sich im neuen Schuljahr in Hessen um die Kinder. Darunter sind auch 700 Stellen für pädagogische Fachkräfte. In den ersten beiden Schulwochen bis zum 17. August gibt es auch noch ein „Elterntelefon“, bei dem die Eltern und Erziehungsberechtigten alle Fragen rund um das Thema Schule stellen können. Die Aktion wird vom Kultusministerium und den 15 Staatlichen Schulämtern angeboten.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) betonte beim Besuch einer Wiesbadener Realschule die gute Ausstattung der hessischen Schulen: „Unsere Schulen starten so gut versorgt wie nie zuvor in das neue Schuljahr.“ Das werde besonders beim Ausbau des Ganztagsangebots deutlich. Mittlerweile böten rund 70 Prozent aller Schulen im Land ganztägige Angebote an.

Bei dem anhaltend heißen Sommerwetter mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad haben die jeweiligen Schulleiter die Möglichkeit, hitzefrei zu geben. Entscheidend ist nach einem Erlass des Kultusministeriums dabei nicht, welche Temperaturen draußen sind. Es kommt auf die gemessenen Werte im Schulgebäude an.

Stellt die Hitze eine zu große Belastung für die Schüler dar, kann nach der fünften Stunde der Unterricht beendet werden. Für Schüler an Ganztagsschulen oder Kinder, die nicht vorzeitig nach Hause geschickt werden können, muss dann aber für eine geeignete Betreuung- und Aufenthaltsmöglichkeit gesorgt werden.

Vorsicht im Straßenverkehr

Möglich ist aber auch, dass statt des Unterrichts eine Projektarbeit nicht im Klassenzimmer, sondern an anderen, kühleren Orten stattfindet oder etwa der Sportunterricht in das Foyer und die Aula verlegt wird. Auch auf Hausaufgaben kann verzichtet werden, um den Schülern bei heißem Wetter das Leben etwas leichter zu machen. Nach einer Stichprobenumfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den Staatlichen Schulämtern lief der erste Schultag aber überwiegend unter regulären Bedingungen ab.

Das Landeskriminalamt rief Eltern und Verkehrsteilnehmer derweil dazu auf, im Straßenverkehr gerade auf die Erstklässler besonders aufzupassen. Autofahrer sollten beim Beachten der Verkehrsregeln mit gutem Beispiel vorangehen und Eltern darauf achten, die Kinder möglichst zur Schule zu begleiten oder sich dafür mit anderen zusammenzuschließen. Auch sollten die Kinder mit hellen Farben angezogen und die Ranzen zur Sicherheit mit Reflektoren versehen werden. lhe