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Politik Grüne rechnen sich Chancen in zwei Städten aus

Hoffen auf Direktmandat

Wiesbaden.Die hessischen Grünen wollen versuchen, bei der Landtagswahl am 28. Oktober erstmals zwei Direktmandate zu erobern. Konkret geht es um die Wahlkreise in den Frankfurter Stadtteilen Nordend und Bornheim sowie im Darmstädter Norden und Osten. Dort rechnen sich die Grünen Chancen aus, dass ihre Kandidaten Marcus Bocklet (Frankfurt) und Hildegard Förster-Heldmann (Darmstadt) diesmal per Direktwahl in den Landtag einziehen. Beide waren bei der Wahl 2013 allerdings bei den Erststimmen nur auf dem dritten Platz nach den Kandidaten von CDU und SPD gelandet und zogen über die Landesliste der Grünen ins Parlament ein.

Diesmal habe die Partei aber Rückenwind aus Berlin und gehe in Hessen mit einem Rekord von 5524 Mitgliedern in den Wahlkampf, sagten die beiden Landesvorsitzenden Kai Klose und Angela Dorn gestern in Wiesbaden. Sie beriefen sich auf Berechnungen des Portals wahlkreisprognose.de, das in beiden Städten Chancen für ein Direktmandat der Grünen sehe. Wählerbefragungen in den betroffenen Wahlkreisen gab es dazu allerdings den Angaben zufolge nicht. Bocklet sagte, er wolle als Frankfurter Kandidat mit seinem Beitrag zum Sozialbudget des Landes punkten, das Kürzungen der früheren CDU-Landesregierungen rückgängig gemacht habe.

Stärkste Partei im Ortsbeirat

Im Übrigen seien die Grünen im Frankfurter Nordend und Bornheim schon stärkste Partei im Ortsbeirat. Förster-Heldmann verwies darauf, dass die Grünen im Darmstädter Stadtparlament größte Partei sind und sie dort auch den Fraktionsvorsitz innehabe. Klose und Dorn sagten den beiden Kandidaten starke Unterstützung im Wahlkampf zu. So sind in Frankfurt und Darmstadt Auftritte der Parteichefs Robert Habeck und Annalena Baerbock sowie der Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth vorgesehen. kn