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Vergleich Laut einer Studie streben in Baden-Württemberg rund zwei Drittel eines Jahrgangs besonders anspruchsvolle Ausbildungen an / Rheinland-Pfalz hat noch Nachholbedarf

Hohe Abschlüsse hoch im Kurs

Stuttgart/Mainz.In Baden-Württemberg beginnen immer mehr Menschen eine hochqualifizierende Ausbildung oder ein Studium. 2017 nahmen im Land knapp zwei Drittel (64,1 Prozent) eines Altersjahrgangs zum Beispiel eine Ausbildung zum Meister oder ein Bachelorstudium auf, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. 2006 waren es demnach noch 53,0 Prozent (siehe Grafik).

Mit dem Wert aus 2017 liegt Baden-Württemberg rund vier Prozentpunkte über dem Durchschnitt für Deutschland und etwa gleichauf im Vergleich mit dem Mittelwert aller OECD-Staaten. Auf einen höheren Anteil kommen im Bundesvergleich die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sowie Sachsen, das Saarland und Hessen.

Die Daten stammen aus der Studie „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“, einer gemeinsamen Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Sie ergänzt die OECD-Publikation „Bildung auf einen Blick“.

Auch in Rheinland-Pfalz ist der Anteil von Menschen, die eine hochqualifizierende Ausbildung oder ein Studium beginnen, zuletzt deutlich gestiegen, er liegt aber immer noch unter dem Bundesdurchschnitt: Nach den OECD-Zahlen haben 2017 53,8 Prozent eines Altersjahrgangs eine entsprechende Ausbildung begonnen. 2006 waren es noch 43,1 Prozent.

Im deutschlandweiten Vergleich gibt Baden-Württemberg für Schüler und Studenten überdurchschnittlich viel Geld aus.

9700 Euro pro Schüler und Student

Im Jahr 2016 beliefen sich die Ausgaben pro Schüler und Student im Südwesten auf 9800 Euro pro Jahr. Der Bundesdurchschnitt lag bei 9700 Euro. Baden-Württemberg lag im Vergleich der Länder auf dem sechsten Platz – nach Hamburg (11 500 Euro), Berlin (11 200 Euro), Bayern (10 800 Euro), Thüringen (10 700 Euro) und Bremen (10 200 Euro). Erfasst werden finanzielle und personelle Ressourcen.

Rheinland-Pfalz lag bei den Ausgaben pro Schüler und Student mit 9000 Euro pro Jahr im hinteren Drittel. Dafür wurde das Bundesland vor allem für seine frühkindliche Förderung gewürdigt. mics/dpa

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