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Gesundheit Aufruf des Deutschen Roten Kreuzes zeigt Wirkung / Spendenwillige gehen kein Ansteckungsrisiko ein

Hoher Bedarf an Blutkonserven

Frankfurt.Die Aufrufe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Blut zu spenden, haben Wirkung gezeigt: Nach einer ungewöhnlich langen Flaute während der Fastnachtszeit und in den Tagen danach kämen mittlerweile wieder mehr Menschen zu den Terminen, sagte Eberhard Weck, Leiter Spendenmarketing beim DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen. Zugleich mahnte er: „Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt.“

Auch in Zeiten der Coronakrise gelte es, nicht nachzulassen, da der Bedarf an Blutprodukten weiterhin hoch sei. So würden allein 19 Prozent der Blutprodukte für die alltägliche Versorgung von Krebspatienten benötigt. Weitere jeweils 16 Prozent brauchten Patienten mit Herzerkrankungen sowie Magen- und Darmkrankheiten.

Die Sorgen von Spendewilligen rund um das Coronavirus findet Weck nachvollziehbar, doch werde alles getan, um mögliche Risiken zu verringern. So würden Spendewillige schon im Eingangsbereich der Blutspendeeinrichtungen befragt. Wer etwa innerhalb der vergangenen Wochen in Italien oder einer anderen vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuften Region war oder mit erhöhter Temperatur und anderen Erkältungssymptomen zum Spendetermin komme, werde weggeschickt. In den Räumlichkeiten würden die Spender zudem räumlich voneinander getrennt, um Ansteckungen zu vermeiden.

Auch einige weitere Regeln gelte es zu beachten: Wer Kontakt zu einem an Coronavirus-Erkrankten oder zu einem Verdachtsfall hatte, darf vier Wochen nach diesem Kontakt kein Blut spenden. Und Menschen, die selbst an Covid-19 erkrankt sind, müsse für drei Monate nach Ausheilung der Lungenkrankheit aufs Blutspenden verzichten.

Rhesus negativ besonders gefragt

Für die Empfänger von Blutspenden bestehe derweil nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen kein Ansteckungsrisiko, sagte Weck: Das Coronavirus Sars-CoV-2 werde per Tröpfcheninfektion, nicht aber über das Blut weitergegeben.

Grundsätzlich zähle jede Spende. Besonders gefragt und immer Mangelware seien Spenden der Blutgruppe 0/Rhesus negativ, weil diese von fast jedem Patienten vertragen wird. Allerdings kommt sie nur bei etwa sechs Prozent der Bevölkerung in Deutschland vor. Für Krebspatienten besonders wichtig sind zudem Thrombozyten. lhe