Länder

Verwaltung In Hessens Ämtern arbeiten viele von Zuhause aus

Homeoffice in Behörden sehr beliebt

Wiesbaden.In der hessischen Landesverwaltung nutzen viele Mitarbeiter die Möglichkeit, zum Schutz vor einer Corona-Infektion daheim zu arbeiten. Da die Aktenvorgänge und Daten in den Ministerien und Landesbehörden überwiegend digitalisiert seien, gebe es keine Einschränkungen bei der Arbeit, berichtete Innenminister Peter Beuth (CDU) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion in Wiesbaden. Ausnahmen bildeten unter anderem Personalakten, Schreiben mit personenbezogenen Daten sowie Gerichts- und Verschlusssachen.

Die meisten Mitarbeiter im Homeoffice zählte nach Angaben von Beuth das Sozialministerium. Im Abfragezeitraum von Mitte März 2020 bis Ende Mai habe die Homeoffice-Nutzung bei den Beschäftigten im Haus von Sozialminister Kai Klose (Grüne) bei über 80 Prozent gelegen. Die Beschäftigten im Finanzministerium nutzten demnach am wenigsten die Möglichkeit, die Arbeit vom heimischen Schreibtisch zu erledigen. 25 Prozent der Mitarbeiter im Haus von Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) seien in dem Zeitraum registriert worden, teilte Beuth unter Berufung auf die Abfrage unter allen hessischen Landesbehörden mit.

Sowohl von Führungskräften als auch den Mitarbeitern würden die Erfahrungen mit der Telearbeit während der Corona-Pandemie durchweg positiv bewertet, erklärte der Innenminister. Aufgrund dieser Erfahrungen soll auch die bestehende Vereinbarung zur alternierenden Telearbeit zwischen den Tarifparteien um das Modell des mobilen Arbeitens als eine noch flexiblere Lösung in Adhoc-Situationen ergänzt und ausgebaut werden. lhe