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Stadtverkehr Forscher entwickeln Schilder in Karlsruhe

Ideen für mehr Rücksicht

Archivartikel

Karlsruhe.Mit Leuchtanzeigen und gemeinsam genutzten Fußgängerzonen sollen Fahrradfahrer in Karlsruhe vom rücksichtsvollen und langsamen Fahren überzeugt werden. Diese Ideen sind das Ergebnis von drei Jahre langer Forschung von Wissenschaftlern, die herausfinden wollten, wie das Miteinander von Fußgängern und Fahrradfahrern in Karlsruhes Innenstadt verbessert werden kann.„Die Ergebnisse werden weit über Karlsruhe hinauswirken“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) bei einer Besichtigung des Untersuchungsgebiets am Dienstag. Das Projekt wird ihrer Überzeugung nach Schule machen.

Fußgänger oft vernachlässigt

Die Landesregierung nennt solche Feldversuche Reallabore. Wissenschaftler – hier von der Hochschule Karlsruhe – arbeiten dabei mit Betroffenen und Praktikern zusammen. Für 14 Reallabore zu Themen von Integration bis Energie im ganzen Südwesten gibt das Land 18 Millionen Euro aus. In Karlsruhe beträgt die Förderung rund 1,2 Millionen Euro. Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) unterstrich die besondere Situation der Fußgänger in der Stadt.

Sie seien eine vernachlässigte Gruppe und auch besonders gefährdet, weil sie physisch die schwächsten Teilnehmer im Verkehr seien. Auch Projektleiter Professor Christoph Hupfer sprach sich dafür aus, den Fußverkehr in Städten attraktiver zu machen. Das bedeute einen Gewinn an Lebensqualität und Mobilität.

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