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Gesundheit Steigende Ausgaben bei Zentren

Impfaktion kostet mehr als geplant

Archivartikel

Stuttgart.Die Corona-Impfaktion im Südwesten wird wegen bislang nicht berücksichtigter Betriebskosten teurer als vorgesehen. Das geht aus einer Kabinettsvorlage aus dem Gesundheitsministerium hervor, über die die „Stuttgarter Zeitung“ am Dienstag berichtete. Die Gesamtkosten für das Impfen erhöhen sich demnach um zusätzliche 224 auf mehr als 600 Millionen Euro. Das sei keine Überraschung, hieß es aus dem Ministerium. Es gehe um einige zusätzlich abzudeckende Kosten und Posten auf Basis von umfangreichen Rückmeldungen.

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Der zusätzliche Bedarf ergebe sich der Zeitung zufolge aus den Gesprächen mit den Partnern zur Einrichtung der Impfzentren. Allein fast 15 Millionen Euro zusätzlich werden demnach für die Sicherheitsdienste kalkuliert. Nach den Warnungen des Bundeskriminalamts vor einer erhöhten Gefahrenlage müsse das Sicherheitspersonal im Gegensatz zur früheren Kalkulation nicht mehr nur 16 Stunden pro Tag, sondern an sieben Tagen rund um die Uhr im Einsatz sein.

Kaum Grippefälle gemeldet

Unterdessen verläuft die Grippesaison im Südwesten bisher vergleichsweise milde. Dem Landgesundheitsamt wurden seit Ende September 29 Nachweise übermittelt (Stand: Montag). In der Vorsaison 2019/20 seien es im Vergleichszeitraum Ende September bis Ende Dezember 422 Fälle gewesen, teilte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart mit. Die Gründe dafür könnten auch mit der Corona-Pandemie zusammenhängen.

Allerdings erreicht die Grippewelle in der Regel meist erst im Januar oder Februar ihren Höhepunkt. So gab es den Angaben zufolge auch früher vergleichbare Meldezahlen im Zeitraum von Ende September bis Ende Dezember – etwa in der Saison 2010/2011 mit 31 Nachweisen sowie in der Saison 2011/2012 mit 8 Fällen. 

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