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Medizin Krankenkasse verlangt mehr Weiterbildungen

Impulse zum Ausbau der Organspende

Archivartikel

Stuttgart.Die Techniker Krankenkasse und die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) fordern Freiräume und Weiterbildung für das Klinikpersonal, um die Zahl der Organspenden im Südwesten zu erhöhen. Zwar hätten alle 120 Krankenhäuser mit Intensivbettstationen schon die gesetzlich geforderten Transplantationsbeauftragten. Allerdings sei deren Qualifizierung noch nicht ausreichend, sage TK-Landeschef Andreas Vogt anlässlich des heutigen Tages der Organspende in Stuttgart. Der Transplantationsbeauftragte brauche auch noch weitreichendere Kompetenzen. „Nach unserer Vorstellung sollte noch konkreter festgelegt werden, in welchem Umfang er für die Ausübung dieser wichtigen Tätigkeit freigestellt werden muss“, fügte Vogt hinzu.

Regelmäßige Weiterbildung der Transplantationsbeauftragten soll nach Angaben der TK durch das Landeskrankenhausgesetz, das gerade überarbeitet wird, garantiert werden. Die DSO setzt an einem anderen Punkt an: Die baden-württembergischen Transplantationsbeauftragten seien bestens qualifiziert. „Nun gilt es, mit Hilfe der Fortbildung auch das weitere Klinikpersonal für die Organspende sensibilisieren“, sagte Christina Schleicher von der DSO.

Baden-Württembergs Minister für Soziales und Integration Manne Lucha (Grüne) wirbt ganz persönlich für die Organspende: „Ich selbst trage schon seit vielen Jahren einen Organspendeausweis bei mir, der schon so zerfleddert war, dass ich ihn erneuern musste. Ich habe Ja angekreuzt – auch weil ich selbst ein Organ annehmen würde, wenn es mein Leben verlängern würde.“

Im Südwesten sank die Zahl der Spender im Jahr 2017 auf 95, das sind zwei weniger als im Vorjahr. Die DSO zählte 307 gespendete Organe. lsw