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Umwelt Naturschützer pochen auf Vereinbarung

In Werra soll weniger Salz

Kassel/Frankfurt.In der Debatte um niedrigere Grenzwerte für die Einleitung von Salzabwässern in die Werra bahnt sich ein neuer Konflikt an. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Hessen (BUND) widersprach am Mittwoch einem Vorstoß des Kasseler Kali- und Salzproduzenten K+S, über Grenzwerte neu zu verhandeln. Man weise die Forderung als „nicht akzeptabel“ zurück, sagte BUND-Vorsitzender Jörg Nitsch in Frankfurt. Er forderte die Umweltminister der Bundesländer entlang von Weser und Werra auf, der Forderung von K+S nicht nachzukommen.

Am Donnerstag treffen sich die Minister der sogenannten Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG), um in Kassel über den Bau einer Fernleitung zu beraten. Mit der wollte K+S Salzabwässer aus der Produktion im osthessisch-thüringischen Kalirevier in die Weser leiten. Doch der Konzern setzt nun auf andere Entsorgungswege.

Bis die realisiert sind, benötigt er aber die Entsorgung in die Werra ohne weitere Einschränkungen. Man müsse daher für eine Übergangsphase „über die Gestaltung der Zielwerte sprechen“, hatte K+S-Chef Burkhard Lohr gesagt. K+S will über die eigentlich für Ende 2021 vorgesehene Absenkung der Grenzwerte neu verhandeln. lhe