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Agrar Alle hessischen Landkreise sind Modellregionen

Initiative für Ökolandbau

Wiesbaden.Die Landesregierung hat eine weitere Weiche für mehr Ökolandwirtschaft in Hessen gestellt. Agrarministerin Priska Hinz (Grüne) präsentierte am Freitag in Wiesbaden sechs neue Ökomodellregionen. Damit verfügen jetzt alle hessischen Landkreise über dieses Label. „Wir fördern damit die Erzeugung, Weiterverarbeitung und Vermarktung von regionalen Produkten“, erklärte Hinz. „Das kommt allen landwirtschaftlichen Betrieben zu Gute.“ Einen besonderen Fokus lege das Land aber auf ökologische Lebensmittel, da der Ökolandbau am schonendsten mit den natürlichen Ressourcen umgehe.

Finanzielle Unterstützung

Die neuen Ökomodellregionen sind der Kreis Bergstraße, die Region Nassauer Land mit dem Rheingau-Taunus-Kreis, dem Landkreis Limburg-Weilburg und der Stadt Wiesbaden. Dazu kommen der Main-Kinzig- und der Schwalm-Eder-Kreis sowie die Region Hersfeld-Rotenburg und die Region Rhein-Main. Dazu zählen nach Angaben des Ministeriums der Hoch-Taunus- und Main-Taunus-Kreis, der Landkreis und die Stadt Offenbach sowie die Stadt Frankfurt.

Für ihre Arbeit erhalten die ausgewählten Regionen pro Landkreis eine finanzielle Unterstützung vom Land für Personal und Projekte. Die ersten drei hessischen Ökomodellregionen waren im Jahr 2015 anerkannt worden, weitere fünf Regionen folgten im Jahr 2018.

Rund 16 000 landwirtschaftliche Betriebe gibt es in Hessen. Diese bewirtschaften nach Angaben des Ministeriums eine Fläche von etwa 760 000 Hektar. Die Zahl der Ökobauern liegt bei rund 2200 Betrieben. Deren Fläche erstreckt sich auf etwa 115 000 Hektar. Die meisten Ökobauern sind in Nord- und Mittelhessen angesiedelt. lhe