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Jüdische Nachfahren bekommen Zunftzeichen zurück

Archivartikel

Karlsruhe.Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe hat Nachfahren eines jüdischen Kunsthändlers ein im Dritten Reich entzogenes Schreiner-Zunftzeichen zurückgegeben. Da die Familie das Objekt direkt wieder an das Museum verkaufte, bleibt das Zeichen auch rechtmäßig im Museumsbesitz. Der Kunsthändler Siegfried Lämmle war unter der Naziherrschaft gezwungen, das Zunftschild unter Wert zu verkaufen, wie das Museum gestern mitteilte.

Das Landesmuseum kaufte das Objekt 1942 auf einer Auktion. Bei Nachforschungen stieß eine Provenienzforscherin des Badischen Landesmuseums auf den Namen Lämmle. So konnten der ursprüngliche Inhaber und die in den USA lebenden Nachfahren zugeordnet werden. Das Zunftzeichen stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts.