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Frankfurt Am Mittwoch ist es so weit

Jüdisches Museum öffnet

Frankfurt.Am Vorplatz des neuen Jüdischen Museums in Frankfurt stehen noch die Bauzäune. Im modernen Neubau mit seinem lichtdurchfluteten Atrium laufen allerletzte Arbeiten. Gegenüber, im frisch sanierten Rothschildpalais, bekommt die Dauerausstellung den finalen Schliff. Dazwischen Kamerateams und eine Direktorin, die trotz der Hektik die Ruhe bewahrt. „So ein Museum in normalen Zeiten zu eröffnen ist schon eine Herausforderung“, sagt Mirjam Wenzel. Aber mitten in der Corona-Krise sei das noch einmal etwas anderes. Doch am Mittwoch ist es soweit: Fünf Jahre nach dem ersten Spatenstich und zwei Terminverschiebungen soll das neue Jüdische Museum in Frankfurt auf doppelter Fläche öffnen.

2012 entschied die Stadtverordnetenversammlung, dass das 1988 eröffnete Haus, seinerzeit das erste kommunale Jüdische Museum in Deutschland, saniert und erweitert werden muss. Ein Architektenwettbewerb wurde ausgelobt, den Zuschlag bekam der Entwurf des Berliner Büros Staab Architekten. Die Kosten wurden auf 50 Millionen Euro gedeckelt.

Unter dem Motto „Wir sind jetzt“ präsentiert sich die neue Schau im einstigen Wohnhaus der Familie Rothschild. Erzählt wird die Geschichte der Juden und Jüdinnen in Frankfurt von der Aufklärung und Emanzipation um 1800 bis zur Gegenwart. „Wir präsentieren Kulturgüter und Alltagsgegenstände, verbinden Kunst mit Zeugnissen, zeremonielle Objekte mit Digitalen Medieninszenierungen“, so Wenzel. lhe