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Studie Heranwachsende rauchen Droge später und weniger / Stadt Frankfurt befragt jedes Jahr Schüler zu ihrem Konsumverhalten

Jugendliche greifen seltener zu Cannabis

Frankfurt.Frankfurts Jugendliche greifen einer Studie zufolge deutlich später und seltener zu Cannabis als in den vergangenen Jahren. Wie aus dem jährlich durchgeführten Monitoring System Drogentrends (MoSyD) der Stadt hervorgeht, liegt das Alter beim Erstkonsum bei 15,3 Jahren (2016: 15,0 Jahre). Zugleich ging die Zahl der Konsumenten im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte zurück. Stadtrat Stefan Majer (Grüne) sprach von „erfreulichen Ergebnissen“. Die Vermutung, dass der Cannabiskonsum nach mehrjähriger Zunahme seinen Höhepunkt überschritten hat, habe sich bestätigt.

Auch mit anderen Drogen kommen die Schüler deutlich später in Kontakt als bislang. Bevor sie das erste Mal in ihrem Leben Alkohol trinken, sind sie inzwischen 14 Jahre alt. Zum ersten Mal zur Zigarette greifen sie mit 14,3 Jahren. Im Jahr 2002 waren sie in beiden Fällen noch keine 13 Jahre alt. Zugleich hat sich die Abstinenz in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt: Inzwischen berichten 40 Prozent aller befragten Schüler, im vergangenen Monat weder Alkohol noch Tabak oder gar harte Drogen genommen zu haben.

Heroin spielt keine Rolle

Die meisten Jugendlichen wenden sich von Drogen ab, weil sie nach eigener Darstellung „einfach kein Interesse“ daran haben. Jeder Vierte fürchtet sich vor den gesundheitlichen Schäden des Rauchens, jeder Fünfte trinkt aus religiösen Gründen keinen Alkohol. Harte Drogen wie Crystal Meth oder Heroin spielen keine Rolle, sondern stoßen im Gegenteil auf strikte Ablehnung.

Seit 2002 befragt das Centre for Drug Research der Goethe-Universität Frankfurt im Auftrag des Drogenreferats der Stadt in einer repräsentativen Studie jährlich Schüler zu ihrem Drogenkonsum und Freizeitverhalten. lhe