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Umweltpolitik Städtetag und Ministerium kritisieren Notstand

„Keine Tonne CO2 weniger“

Archivartikel

Stuttgart.Rund 100 Tage nach Ausrufung des ersten deutschen Klimanotstands in Konstanz kritisieren Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) und der Städtetag den Schritt und den Begriff. „Mit der Weltklimakonferenz 2015 sollte eigentlich allen klar sein, wo die Reise hinzugehen hat“, sagte der Minister der am Freitag in Stuttgart. Damals hätten sich fast 200 Staaten in Paris unter anderem darauf geeinigt, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf „deutlich unter“ zwei Grad Celsius zu begrenzen.

„Danach haben wir uns auszurichten“, sagte Untersteller. „Und dann muss man nicht mehr mit irgendwelchen anderen Begriffen arbeiten.“ Seit Jahren sei schließlich klar, dass es einen Klimanotstand gebe – nicht nur in Kommunen, sondern weltweit. „Nur weil man es dann in den Städten so nennt, hat man keine Tonne CO2 weniger in der Bilanz.“ Zuvor hatte Städtetagspräsident und Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz kritisiert, er habe mit dem Begriff des Notstands große Schwierigkeiten . lsw

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