Länder

Studie Städte schließen weniger neue Partnerschaften

Kommunen setzen neue Akzente

Frankfurt.In Hessen werden immer weniger neue Städtepartnerschaften geschlossen. Einer Studie der Dortmunder Auslandsgesellschaft zufolge entstanden die meisten Partnerschaften in den 1990er Jahren, heute gibt es einen „Sättigungseffekt“. Dennoch kommen immer noch weitere dazu. Frankfurt denkt zum Beispiel über eine neue Partnerstadt in Afrika nach.

Der Fokus habe sich verschoben, heißt es im hessischen Europaministerium. Nach dem Zweiten Weltkrieg habe die Aussöhnung Richtung Westen im Mittelpunkt gestanden. Nach dem Fall der Mauer orientierten sich viele Richtung Osteuropa. Heute gehe es vor allem darum, „Europa im Alltag zu erleben und nicht nur im Urlaub“.

Wie viele Partnerschaften es in Hessen gibt, ist nicht bekannt. Eine Datenbank des „Rats der Gemeinden und Regionen Europas“ listet 679 Partnerschaften im Land auf, die Liste ist aber nicht vollständig. Eine der ältesten: Braunfels im Lahn-Dill-Kreis schloss 1945 eine Partnerschaft mit New Braunfels in den USA. Zu den jüngsten zählen Darmstadt und San Antonio (USA), die sich 2017 verpartnert haben. lhe