Länder

Arbeitsmarkt Saisonal bedingt mehr Menschen ohne Job

Konjunktur zieht wieder an

Archivartikel

Stuttgart/Mainz/Franktfurt.Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres hat die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg wie üblich einen Sprung nach oben gemacht. Im August wurden insgesamt 203 782 Menschen ohne Job im Südwesten gezählt, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit gestern mitteilte. Das waren gut 13 300 oder sieben Prozent mehr als im Juli, aber immer noch deutlich weniger als vor einem Jahr. Die Quote stieg auf 3,3 Prozent. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im August ist saisonal normal und war zu erwarten“, sagte der Chef der Regionaldirektion, Christian Rauch. Das Ausbildungsjahr beginne im September, für viele auch erst im Oktober. Aktuell seien knapp 12 000 Bewerber auf der Suche nach einer Lehrstelle. „Wir erwarten für Ende September, dass noch mindestens 10 000 junge Menschen in Ausbildung vermittelt werden“, sagte Rauch. Es gebe noch 23 500 unbesetzte Stellen.

Positiver Trend setzt sich fort

In Rheinland-Pfalz haben die brummende Konjunktur und der damit verbundene hohe Personalbedarf der Unternehmen die Arbeitslosigkeit wieder gesenkt – auch im Vergleich zum Vormonat. Im August waren nach Angaben der Regionaldirektion rund 99 000 Menschen in dem Bundesland arbeitslos gemeldet. Das waren 2,6 Prozent weniger als im Juli und 6,7 Prozent weniger ein Jahr zuvor. Damit fiel die Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent im Juli auf 4,4 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 4,8 Prozent gelegen. „Nach dem Ende der Sommer- und zum Teil der Betriebsferien konnten viele arbeitslos gemeldete Frauen und Männer eine neue Stelle finden“, teilte die Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland, Heidrun Schulz, mit.

Nach der Sommerpause ist auch in Hessen die Arbeitslosenzahl wieder gesunken. Mit 153 438 arbeitslosen Frauen und Männern wurde der niedrigste Wert in einem August seit 1992 erreicht, wie die Frankfurter Regionaldirektion berichtete. Die Zahl der Menschen ohne Job verringerte sich gegenüber Juli um 3112, im Vergleich zum Vorjahr gab es 14 308 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,5 Prozent. „Der Aufschwung geht weiter“, stellte Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion, fest. lsw/lrs/lhe