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Nachrüstung RMV-Reisende erhalten Gratis-Internet

Kostenloses Wlan in S-Bahnen

Frankfurt/Main.72 000 Schrauben, 53 000 Meter Kabel, 1 Ziel: Wlan in sämtlichen S-Bahnen im Großraum Frankfurt. Seit Dienstag bietet der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) Reisenden den Komfort des kostenlosen Internetzugangs in all seinen Zügen an. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), RMV-Geschäftsführer Knut Ringat und der Leiter der S-Bahn Rhein-Main, Christian Roth, beendeten in Frankfurt mit der symbolischen letzten Schraube den knapp einjährigen Umbau der 194 S-Bahnen.

Jede einzelne von ihnen war in den vergangenen Monaten in der gigantischen S-Bahn-Werkstatt der Deutschen Bahn nahe des Frankfurter Hauptbahnhofs nachgerüstet worden. Jeweils ein Rechner als Router, drei Modems, Internetantennen im Innern, zwei Außenantennen zur Verbindung mit den Mobilfunknetzen. Hinter den Deckenverkleidungen, auf denen die Fahrgäste üblicherweise die Streckenpläne des S-Bahn-Netzes sehen, brachten Monteure sogenannte Access Points an – die Zugangsstellen der Reisenden zum rollenden Internet. Insgesamt fünf Millionen Euro kostete der Umbau den Angaben zufolge.

Jedoch klagen Reisende immer wieder darüber, dass die Verbindung außerhalb der Städte wie Frankfurt, Wiesbaden, Mainz oder Darmstadt rasch in die Knie gehe. Denn das sogenannte Multiprovider-System in den Bahnen greift auf die Mobilfunk-Netze der drei großen Betreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) zu. Damit verringert sich zwar die Gefahr, dass der Zug gerade in einem Funkloch unterwegs ist. Weiße Flecken auf der Karte gibt es dennoch. Die Folge: Wenn der Zug keinen Empfang von außen hat, gibt es auch innen kein Wlan. Das räumt auch Roth ein. „Wir sind in den Gesprächen mit den Mobilfunkanbietern, um letzte Funklöcher – wie etwa im Frankfurter City-Tunnel – zu schließen“, sagt er. lhe