Länder

Umfrage Ministerpräsidenten im Südwesten schneiden gut ab

Kretschmannauf Platz eins

Stuttgart/Berlin.Winfried Kretschmann ist einer Umfrage zufolge nach wie vor der beliebteste Ministerpräsident Deutschlands. 74 Prozent der Baden-Württemberger sind mit der Arbeit ihres Landesvaters zufrieden, 22 Prozent sind es nicht, wie eine gestern veröffentlichte Forsa-Umfrage für das „RTL/n-tv-Trendbarometer“ ergab.

Allerdings kommt Kretschmanns Arbeit offenbar nicht mehr ganz so gut bei den Wählern an wie noch vor ein paar Monaten. In einer Forsa-Umfrage vom Januar konnte er noch 76 Prozent seiner Landsleute von sich überzeugen, nur 17 Prozent waren unzufrieden. Die bundesweit einzige Koalition unter Führung eines grünen Ministerpräsidenten besteht seit Mai 2016 und geht im Herbst in die zweite Halbzeit. Die hohen Umfragewerte werfen erneut die Frage nach einer Nachfolge für den 70-Jährigen auf – ein Dauerthema im Südwesten seit Monaten.

Markus Söder Schlusslicht

Auch die Rheinland-Pfälzer sind der Umfrage zufolge mehrheitlich mit der Arbeit von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) einverstanden. Demnach zeigten sich 58 Prozent der Befragten im Land zufrieden, 36 Prozent waren es nicht. Unter allen Ministerpräsidenten kam Dreyer damit auf den vierthöchsten Zufriedenheitswert.

Hinter Kretschmann lag als bester CDU-Ministerpräsident Daniel Günther aus Schleswig-Holstein mit 66 Prozent. Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU) landete mit 48 Prozent Unzufriedenheit auf Platz acht. Zustimmung erhielt er von 44 Prozent. Auf die schlechtesten Zufriedenheitswerte kam Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Hier waren 31 Prozent der Befragten zufrieden, rund zwei Drittel waren unzufrieden.

Gefragt wurden für die Forsa-Studie knapp 7500 Wahlberechtigte in den 13 Flächenländern – also allen Bundesländern außer den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.