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Tourismus Bund der Steuerzahler äußert sich

Kritik an hohen Kosten für Hessentag

Bad Hersfeld.Der Bund der Steuerzahler kritisiert den bevorstehenden Hessentag in Bad Hersfeld (7. bis 16. Juni) wegen hoher Kosten. Man sei nicht generell gegen das Landesfest, doch die aufgewendeten Summen müssten endlich deutlich gesenkt werden. „Was in den 1960er-Jahren als bescheidenes Fest an einem Wochenende begann, ist zu einer zehntägigen Party ausgeufert, die aus unterschiedlichen öffentlichen Kassen mit rund 20 Millionen Euro subventioniert wird“, erklärte der Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler Hessen, Joachim Papendick. In der Festspielstadt Bad Hersfeld biete das Land erneut ein teures Schauspiel. „Es wird Zeit, dass man sich wieder auf die Wurzeln des Hessentags besinnt.“

Turnuswechsel gefordert

Beim Hessentag handele es sich längst nicht mehr um ein heimeliges Fest zur Stärkung der hessischen Identität. Es sei ein millionenschweres Unterhaltungs-Event mit austauschbaren Kirmesbuden und Konzerten ohne jeglichen Bezug zur Region. Dieser „Gigantismus“ müsse beendet werden.

Papendick empfahl: Das Fest solle kürzer oder in einem anderen Turnus gefeiert werden. Der Rheinland-Pfalz-Tag etwa beschränke sich auf ein Wochenende. Nordrhein-Westfalen und Thüringen kämen sogar mit einem dreitägigen Fest im Zwei-Jahres-Rhythmus aus. „Unsere Nachbarn leiden wegen ihrer Bescheidenheit sicher nicht an Identitätsproblemen, haben dafür aber etliche Millionen für Wichtigeres zur Verfügung.“ lhe