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Pandemie Stadt Frankfurt erwartet hohes Defizit

Kultur hofft auf Neustart

Archivartikel

Frankfurt.Museen, Theater, Opern, Konzerthäuser und freie Ensembles hoffen auf einen baldigen Neustart. In Frankfurt unterstützt das Kulturdezernat diese Forderung. Kultureinrichtungen sollten bei den nächsten Lockerungen als erstes wieder öffnen dürfen, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) am Freitag. Kultur werde bei den Beschränkungen zu Unrecht zu Freizeit gezählt: „Kultur hat aber auch einen Bildungsauftrag. Wir müssen Wege finden, Kultur unter Corona-Bedingungen zu ermöglichen“.

„Die Hygienemaßnahmen sind gut und haben sich bewährt“, sagte Hartwig. Es sei keine einzige Infektion aus Kultureinrichtungen bekannt. „Museen sind die sichersten Orte in Deutschland“, sagte der Direktor des Historischen Museums, Jan Gerchow: Es gebe große Räume, gute Lüftung, Aufsicht und niemand fasse etwas an. Bei Musik sitze das Publikum auf Abstand, alle Kontaktdaten lägen vor, die Klimaanlagen filterten die Luft, ergänzten die Intendanten der Oper und der Alten Oper, Bernd Loebe und Markus Fein. Allein für die Museen rechnet die Stadt in diesem Jahr mit Einnahmeverlusten von einer Million Euro. 2021 könnte das Defizit im gesamten Kultur-Budget der Stadt zehn Millionen betragen. lhe