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Hessen Ausbildungsplätze für Feuerwehrleute sind knapp

Land stockt Angebot auf

Wiesbaden/Kassel.Wegen häufiger Personalwechsel bei den Freiwilligen Feuerwehren reichen in Hessen die Ausbildungsplätze für die Retter nicht mehr aus. Der Bedarf sei trotz im Wesentlichen konstant bleibender Helferzahlen stark angestiegen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums gestern. Das führe zu Wartezeiten bei bestimmten Lehrgängen. Hintergrund ist, dass die 70 000 ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Hessen im Durchschnitt ihr Amt kürzer als früher ausüben, beispielsweise wegen Jobwechseln. Das Land stockt daher das Lehrgangsangebot auf.

16 Millionen Euro jährlich

Laut Ministerium wurde die Gesamtzahl von 50 000 Lehrgangstagen an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel erhöht. 11 000 zusätzliche Tage waren es 2018, für das laufende Jahr sind 15 000 geplant. Rechnerisch bedeute dies, dass jeder Kreis oder jede kreisfreie Stadt nun 49 Feuerwehrleute zusätzlich zur Ausbildung schicken könne. „Diese Kapazitäten werden vor allem für die Ausbildung in den Bereichen Gruppen-, Zug- und Verbandsführerausbildung sowie bei der Ausbildung zum Leiter einer Feuerwehr genutzt“, sagte der Sprecher.

Aktuell werde das Jugendfeuerwehr-Ausbildungszentrum in Marburg-Cappel neu gebaut, das dann für die Ausbildung durch die Landesfeuerwehrschule genutzt werden könne. Für die Aus- und Weiterbildung von ehrenamtlichen Feuerwehrleuten stellt das Land 16 Millionen Euro pro Jahr bereit. lhe