Länder

Attentat

Landesjugendamt bekam Hinweis

Amsterdam/Mainz.Das rheinland-pfälzische Landesjugendamt hat im vergangenen Jahr einen Hinweis auf den späteren mutmaßlichen Messerstecher von Amsterdam bekommen. Eine frühere Mitarbeiterin der Beratungsstelle Salam habe am 27. Januar 2017 einen Anruf des Ex-Mitarbeiters einer Jugendhilfeeinrichtung erhalten, teilte das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung gestern in Mainz mit. Der Anrufer habe Verhaltensauffälligkeiten des jungen Mannes geschildert und angegeben, er sei ein Betreuer.

Nach dem Hinweis sei der Jugendliche nicht gezielt auf Sicherheitsgefahren überprüft worden. „Das Grundproblem liegt darin, dass man ihn gar nicht eingeschätzt hat“, sagte der Präsident des Landesamts, Detlef Placzek, gestern. Er gehe aber davon aus, dass der junge Mann 2017 nicht als akut sicherheitsrelevant eingestuft worden wäre.