Länder

Messe Absagen aus China / Schmähpreis für Küchengerät

Leere Stände wegen Coronavirus

Archivartikel

Frankfurt.Das Coronavirus beeinflusst die Frankfurter Konsumgütermesse „Ambiente“. Zur Eröffnung der Schau am Freitag blieben in den Hallen einige Stände vor allem chinesischer Anbieter geschlossen. Laut Messegesellschaft nahmen 37 angemeldete Firmen vom chinesischen Festland nicht an der Ambiente teil. Das entspreche rund fünf Prozent aller chinesischen und knapp einem Prozent sämtlicher Aussteller. Von den Besuchern in den Hallen trugen nur wenige Mundschutzmasken, berichteten Augenzeugen.

Die „Ambiente“ gilt als Weltleitmesse in Sachen Konsumgüter fürs Wohnen, Essen, Trinken, Kochen und Schenken. Das gesamte Messegelände ist ausgebucht. Auf der bis 11. Februar laufenden Schau waren mit 4635 Ausstellern 175 Firmen mehr angemeldet als ein Jahr zuvor.

Vier Firmen aus Hubei angemeldet

Die Zahl der angemeldeten chinesischen Aussteller ist vom Vorjahr um rund 10 Prozent auf 664 gestiegen. Hinzu kommen 183 aus Hongkong und 128 aus Taiwan. Aus der Krisenprovinz Hubei sind vier Firmen angemeldet. Auch bei den Fachbesuchern rechnet die Messegesellschaft mit Absagen. 2019 waren rund 136 000 Einkäufer gekommen, um Kontrakte zu schließen. Mehr als 5000 Besucher kamen dabei vom chinesischen Festland.

Ebenfalls aus der Volksrepublik kommen Billig-Nachbauten eines Küchen-Schneidgeräts mit der Markenbezeichnung „Nicer Dicer Quick“, das im Original von der Genius GmbH aus dem hessischen Limburg stammt. Bei der Kopie seien etliche gewerbliche Schutzrechte verletzt worden, berichtete die Jury des auch in diesem Jahr verliehenen Schmähpreises „Plagiarius“.

Wegen der stumpfen und schlecht verankerten Klingen bestünde bei dem Plagiat eine erhöhte Verletzungsgefahr, hieß es zur Begründung des ersten Preises. Ziel der Aktion ist es, skrupellose Geschäftspraktiken von Produkt- und Markenpiraten ins Bewusstsein zu rücken. Symbol ist ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase. lhe