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Bildung Land stellt Initiative für Rechtschreibkompetenz vor

Lehrer sollen Fachwissen vertiefen

Stuttgart.Die Fähigkeiten zum Lesen und Schreiben gehen bei Grundschülern weiter auseinander: Fast jeder fünfte Viertklässler im Südwesten erreiche nicht den bundesweiten Mindeststandard in der Rechtschreibung.

Baden-Württemberg will mit einer Fortbildungsinitiative erreichen, dass Grundschullehrer den Kindern die Rechtschreibung besser vermitteln. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) stellte die Initiative am Montag vor. Lehrer erhalten dabei etwa in Online-Vorlesungen Gelegenheit, ihr Fachwissen aufzufrischen und zu vertiefen. Das Land arbeitet dabei mit Schleswig-Holstein und Hamburg zusammen.

Kritik von Bildungsgewerkschaft

Auch die Digitalisierung werde an der Bedeutung von Kompetenzen wie Lesen und Schreiben nichts ändern, sagte Eisenmann. Was Schulanfänger heute mitbringen, habe sich grundlegend verändert. Es sei schwierig bis unmöglich, daraus einen gemeinsamen Lernerfolg zu entwickeln. Die Verschiedenheit sei nicht allein mit dem Migrationshintergrund vieler Schüler zu erklären.

Die Bildungsgewerkschaft GEW kritisierte die Initiative als „Alibi-Veranstaltung der Kultusministerin“: Die Grundschullehrer hätten es satt, „dass die Ministerin schwächere Rechtschreibleistungen mit der Kompetenz der Lehrkräfte in Verbindung bringt und sie gleichzeitig keine Förderstunden bekommen, in denen sie Rechtschreibung voranbringen und sinnvolle Sprachförderung anbieten können.“ Echte Unterstützung müsse anders aussehen, sagte Landeschefin Doro Moritz.

Sprachförderung an Grundschulen falle vielfach aus. Profis für Deutsch als Fremdsprache seien zudem nur befristet beschäftigt lsw