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Mobilität Stadt sieht Verbesserung der Luftqualität

Mainz vorerst weiter ohne Fahrverbote

Mainz.Angesichts tendenziell rückläufiger Stickstoffdioxid-Werte (NO2) wird die Stadt Mainz vorerst keine Fahrverbote verhängen. Das kündigte Umwelt- und Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) am Donnerstag an. Die Stadt sei der Auffassung, dass ergriffene und noch geplante Maßnahmen den Wert unter den europäischen Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft drücken werden. „Wir wollen zeigen, dass wir drunterkommen.“ Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zeigte sich skeptisch.

Zwei Mikrogramm über Grenzwert

Die Stadt geht davon aus, den Grenzwert bis Ende 2019 einhalten zu können. Das hatte sie auch während einer Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Mainz im Oktober 2018 angekündigt. Seinerzeit ging es um eine Klage der DUH, wegen der seit Jahren überschrittenen Grenzwerte vor allem an der meistbelasteten Messstation an der Mainzer Parcusstraße.

Die Verwaltungsrichter entschieden, dass in Mainz bis zum 1. April 2019 ein neuer Luftreinhalteplan mit weiteren Maßnahmen für saubere Luft in Kraft treten muss. Auch machte das Gericht die Vorgabe, dass – sofern der Grenzwert nicht eingehalten wird – zum September weitere Maßnahmen angeordnet werden müssen, auch Fahrverbote.

Daraufhin besserte Mainz seinen Luftreinhalteplan nach, der nun seit April geltende umfasst ein mehrstufiges Konzept für mögliche zonale Fahrverbote für bestimmte Fahrzeuge. Am Donnerstag präsentierte die Stadt die NO2-Messwerte für das erste Halbjahr 2019. Für die sechs Monate lagen diese an der im Fokus stehenden Parcusstraße bei 42 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft – also zwei Mikrogramm über dem Grenzwert. 2018 waren es noch 47 Mikrogramm gewesen. lrs