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Verkehr Bund und Länder investieren ins hessische Netz / Schwerpunkt sind marode Brücken

Mehr als eine Milliarde Euro für Straßenbau

Archivartikel

Wiesbaden.Eine Rekordsumme von über einer Milliarde Euro soll 2020 in Hessen in den Erhalt und Ausbau von Straßen sowie Brücken investiert werden. „Mobilität braucht eine intakte Infrastruktur“, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Donnerstag in Wiesbaden. Über Jahre und Jahrzehnte sei jedoch zu wenig in die bestehenden Straßennetze im Land investiert worden. „Wir holen auf.“ Die Verkehrsteilnehmer müssten aber auch im laufenden Jahr wegen der großen Zahl von Bauvorhaben viel Geduld mitbringen. „Denn wenn gebaut wird, führt das zwangsläufig zu Behinderungen durch die Baustellen.“

Der überwiegende Teil der Gelder komme vom Bund, erklärte der Minister. Hessen werde rund 132 Millionen Euro Landesmittel beisteuern. Insgesamt sollen mit den Finanzmitteln Straßenbauprojekte mit einer Länge von 315 Kilometern in diesem Jahr fertiggestellt werden. Noch nie sei so viel Geld in Verkehrsprojekte im Land geflossen, sagte Al-Wazir zu der geplanten Investitionssumme von 1,002 Milliarden Euro. Dabei werde weiter nach dem Prinzip verfahren, vorrangig in den Erhalt der bestehenden Straßeninfrastruktur zu investieren statt in den Neubau. Im Jahr 2019 waren rund 955 Millionen Euro in Straßenbauprojekte geflossen. Der Anteil des Landes lag bei knapp 124 Millionen Euro. Insgesamt wurden dabei Projekte mit einer Länge von rund 272 Kilometer Straße in Hessen fertiggestellt. Bei der finanziellen Unterstützung aus Berlin handelt das Land Hessen als sogenannte Auftragsverwaltung des Bundes. lhe