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Bildung CDU will mindestens 500 000 Euro vom Land

Mehr Hilfe für Analphabeten

Archivartikel

Stuttgart.Die CDU-Landtagsfraktion fordert mehr Investitionen des Landes in den Kampf gegen Analphabetismus im Südwesten. „Es ist erschreckend, dass nach Studien rund eine Million Menschen in Baden-Württemberg nicht ausreichend lesen und schreiben können“, sagte der CDU-Bildungspolitiker Siegfried Lorek im Gespräch mit dieser Zeitung. Hintergrund des Vorstoßes ist, dass die EU-Förderung von Analphabetismus-Projekten Ende dieses Monats ausläuft. Dies geht aus der bislang unveröffentlichten Antwort auf eine Anfrage Loreks an das baden-württembergische Kultusministerium hervor.

Bislang wurden die zehn Analphabetismus-Projektträger im Südwesten – darunter kirchliche Träger, Volkshochschulen und private Initiativen – durch den Europäischen Sozialfonds unterstützt. Dieser übernahm 50 Prozent jeder genehmigten Maßnahme im Kampf gegen die Unfähigkeit, zu lesen und zu schreiben. Für die andere Hälfte mussten die Projektträger aufkommen.

Lorek fordert, dass die grün-schwarze Landesregierung künftig die Kosten für die Weiterführung der Projekte übernimmt und dies in den Nachtragshaushalt des laufenden Jahres aufnimmt. „Für die Weiterführung der erfolgreichen Projekte im Bereich der Grundbildung sind im nächsten Jahr 500 000 Euro und im Jahr 2020 dann 700 000 notwendig“, so Lorek. Die CDU-Landtagsfraktion wolle sich dafür einsetzen, dass diese Mittel aufgenommen und so die Projekte fortgesetzt werden. mis